Projekt kulturer.be
7.4.26
(emf) Am Samstag, den 11. April erklingen in Frankenthal von 14 bis 15.30 Uhr die Glocken der katholischen Kirchen St. Ludwig und St. Dreifaltigkeit sowie der protestantischen Zwölf-Apostel-Kirche. Bei diesem Stadtgeläut spielen die Glocken einzeln, in wechselnden Kombinationen und gemeinsam, um den einzigartigen Klang Frankenthaler Glockengießerkunst erlebbar zu machen.
Anlass ist der Jubiläumstag des Kaiserglockenfestes: Am 11. April 1875 wurde die durch den Frankenthaler Gießer Andreas Hamm gegossene „Kaiserglocke“ für den Kölner Dom mit einem Fest auf dem Rathausplatz und einem Konzert in der damaligen Großen Protestantischen Kirche, heute Zwölf-Apostel-Kirche, der Öffentlichkeit präsentiert. Entsprechend werden bei dem Stadtgeläut die in drei Frankenthaler Innenstadt-Kirchen noch vorhandenen Glocken aus der Gießerei von Andreas Hamms Sohn Hermann Hamm vorgestellt und vorgeführt.
Die Veranstaltung wird gemeinsam von den Kirchen und dem Erkenbert-Museum ausgerichtet und findet im Rahmen der Ausstellung „Glockenguss in Frankenthal“ statt, die die Geschichte des Glockengusses in Frankenthal und die prägenden Betriebe dieser Zeit beleuchtet.
Das Geläut beginnt um 14 Uhr in der Kirche St. Ludwig in der Wormser Straße 41, wo die drei noch aktiven Hamm-Glocken vorgestellt werden. In einem geführten Spaziergang geht es dann in die Erkenbertruine am Rathausplatz. Dort sind die drei Hamm-Glocken der Dreifaltigkeitskirche und die fünf Hamm-Glocken der Zwölf-Apostel-Kirche einzeln mit Vorstellung und gemeinsam in unterschiedlichen Zusammenstellungen zu hören. Als Höhepunkt erklingt ein Vollgeläut mit allen acht Glocken. Nach Gebet und Segen beschließen drei Stücke des Glockenspiels in der Turmlaterne der Zwölf-Apostel-Kirche die Veranstaltung. Das Glockenspiel besteht aus 25 Glocken, die 1977 vom Frankenthaler Modellbaumeister Max Carius in seiner Gießerei hergestellt wurden und als Sachspende an die Stadt Frankenthal gingen. Heute ist das Glockenspiel im Besitz der protestantischen Kirchengemeinde.
Die Veranstaltung ist kostenlos und eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Interessierte können sich jederzeit der Gruppe anschließen. Während des Spaziergangs von der St. Ludwig-Kirche zum Rathausplatz ist der Weg abgesichert. Das auf dem Rathausplatz stattfindende Streetfood-Festival bietet zudem die Gelegenheit, sich mit Snacks und Erfrischungen zu versorgen. Der Weg von der Kirche St. Ludwig bis auf den Rathausplatz wird für die Dauer des Spaziergangs abgesichert.
Mehr zur Ausstellung
Die Ausstellung „Glockenguss in Frankenthal“ ist bis zum 12. April 2026 im Foyer des Erkenbert-Museums zu sehen. Im Fokus stehen alle Betriebe, die in Frankenthal Glocken gegossen haben. Eingebettet wird dieser Aspekt in einen Teil zur Kulturgeschichte von Glocken im Allgemeinen und die Beleuchtung der Techniken der Herstellung und des Klangs. Jeder Themenbereich wird durch Objekte wie für die Herstellung erforderliche Werkzeuge, fertige Produkte, Dokumente, Graphiken oder persönliche Gegenstände der Frankenthaler Glockengießer veranschaulicht. Kunstprojekte von Schülern des Albert-Einstein-Gymnasiums und Karolinen-Gymnasiums bereichern die Ausstellung um eine aktuelle Auseinandersetzung mit dem Thema Glockenklang.
Das Museum selbst ist nur für diese Sonderausstellung und das Rahmenprogramm geöffnet und ansonsten weiterhin wegen der anstehenden Sanierungsarbeiten geschlossen.
Ökumenisches Stadtgeläut
Samstag, 11. April
Beginn: 14 Uhr vor der Kirche St. Ludwig Frankenthal
Ende: gegen 15.30 Uhr in der Erkenbertruine.
Informationen und Programm: www.frankenthal.de/glockenguss.
Kontakt
Irina Haas, Museumsverwaltung
Erkenbert-Museum Frankenthal (Pfalz)
Tel. 06233 89-495
museum@frankenthal.de
| im Detail: | |||
| Icon oben | siehe auch: | Objekt des Monats | |
| Pexels, Ksenia Chernaya |
Startseite | Service | zur
ZUM | © Landeskunde online/ kulturer.be 2026
© Texte der Veranstalter, ohne Gewähr